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Dienstag, 26. Juni 2007

Kinderhotel: Urlaubsaktivitäten und Spezialisierung


Heute möchte ich mich zum ersten Mal mit Urlaubsaktivitäten im Familienurlaub bzw. im Kinderhotel beschäftigen. Familienurlaub fällt ja insofern aus der Rolle, als zum Teil ganz unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse befriedigt werden wollen: die der Eltern und die der Kinder.



Kinderaktivitäten unterscheiden sich naturgemäß sehr stark nach Alter. Und da in familienfreundlichen Hotels Kinder jeglichen Alters - also zwischen wenigen Wochen und Monaten bis hin zum Teenager Alter präsent sind, ist viel Flexibilität gefordert.

Kinder möchten Spannung, Aktivität, Geselligkeit und - vor allem - Spaß. Eltern vor allem eines: Ruhe! Das soll nicht heißen, dass die Eltern nur ihre Kinder abschieben wollen (diese Diskussion ist ein eigenes Post wert!). Aber sie möchten natürlich auch einmal Zeit für sich allein (bzw. vor allem zu zweit).


Nun stellt sich die Frage, wie das alles unter einen Hut zu bringen ist. Und hier sind wir bei DER Kernkompetenz eines guten Kinderhotels, Familotels oder wie immer man es nennen will: welche Altersspezifischen Angebote werden geboten, wie viele Kinderbetreuer und -animateure beschäftigt das Haus (in Relation zur Gästeanzahl natürlich), wie groß sind die Gruppen, wie ist das Platzangebot in der Hotelanlage, gibt es unterschiedliche Räume für die einzelnen Altersgruppen usw. Sie sehen, hier können sie mit etwas Forschergeist und Nachdruck bereits wichtige Informationen zur Beurteilung eines Kinderhotels sammeln.





Entscheidend in diesem Zusammenhang ist allerdings die Frage, welche Altersgruppe(n) ein Kinderhotel überhaupt bedienen will. Ein reines Babyhotel wird für Kinder über 6 Jahre weniger geeignet sein, ein Haus das mit vielen Aktivitäten für ältere Kinder wirbt (Sportplatz, etc.) ist meist für Babys- und Kleinkinder eher ungeeignet. Dabei ist allerdings zu beachten, dass viele kinderfreundliche Hotels ihre Angebote je nach Ferienzeit staffeln: in der Schulzeit erfolgt der Fokus auf die kleineren, noch nicht schulpflichtigen Kinder, in der Ferienzeit konzentriert sich das Angebot (natürlich!) auf die Schulkinder. Also genau darauf achten, in welche Zeit der geplante Urlaub fällt!

Freitag, 15. Juni 2007

Definition Familotel - Kinderhotel - Familienhotel

Immer wieder werde ich gefragt: "Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kinderhotel und einem Familotel? Oder: "Ist ein Familienhotel und ein Kinderhotel das gleiche?"

Deshalb hier einmal eine kleine Übersicht:

1. Familotel:

Ist eine Kooperation von mittlerweile über 50 kinderfreundlichen Hotels in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Ungarn mit dem Sitz in Amerang, Oberbayern. Ein Großteil der Mitgliedsbetriebe befindet sich in den deutschen Urlaubsregionen und im Alpenbogen.

2. Kinderhotels:

Der Begriff wird in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet. Zum einen als allgemeiner (generischer) Begriff für ein auf Familien mit Kindern spezialisiertes Hotel. Zum anderen ist damit eine Kooperation kinderfreundlicher Hotels in Österreich und hier wiederum in Kärnten gemeint.

Kinderhotels und Familotels unterliegen gleichermaßen strengen Regeln im Hinblick auf den Umfang und die Qualität der Kinderbetreuung, die kinderfreundliche Ausstattung der Häuser sowie die generelle Orientierung an den Bedürfnissen von Kindern und Familien. Betriebe mit 5 Kronen (Familotels) bzw. 5 Smileys (Kinderhotels) haben praktisch "5-Sterne-Kinderkomfort".

3. Familienhotels:

Hier wird vielfach Etikettenschwindel betrieben. Denn "Familienhotel" kann sich jedes Hotel nennen, ohne Rücksicht darauf, ob es an der Hauptstraße liegt, vorwiegend Senioren beherbergt und sich die Spieleinrichtung auf einen lieblos mit einigen alten Spielsachen ausgestatteten Kellerraum beschränkt.

Oftmals sind es auch große Häuser, die viele Zielgruppen bedienen, die in der Werbung das Stichwort "Familienhotel" vorschieben, um beim Kunden den Eindruck zu erwecken, die - häufig großzügige Ausstattung - wäre ausschließlich für Familien gedacht. Im Hotel treten dann aber häufig Konflikte zwischen den diversen Zielgruppen auf. So ist es z.B. in einem Familotel oder Kinderhotel durchaus normal, dass die Kinder in den Speisesaal stürzen, um den Eltern von ihren neuesten Erlebnissen in der Kinderbetreuung zu berichten. In einem Familienhotel führt das häufig zu Beschwerden anderer Gäste und möglicherweise einem (mehr oder weniger) diskreten Hinweis der Hotelführung, die Kinder besser zu beaufsichtigen.

Erfahrungsgemäß ist der Entspannungsfaktor für die Elten in spezialisierten "Kinderhotels" höher als in Häusern, die sich vielleicht familien- und kinderfreundliche nennen, dann aber doch mehrere Zielgruppen bedienen.

(Teil 1 - wird fortgesetzt)


Aus dem gewittrigen Zell am See grüßt Sie herzlichst
Ihr Georg Hörl

PS: Nur der Ordnung halber: das amiamo gehört seit über 10 Jahren zur Familotel - Kooperation und war der erste österreichische Mitgliedsbetrieb!